Andre Daus

Wer ist hier verantwortlich?

15.07.2019 | 2 Minuten Lesezeit

Sie betreten einen Projektraum und suchen den Verantwortlichen – schnell ist jemand gefunden, der diese Stelle innehat, doch ist er wirklich verantwortlich und trifft auch Entscheidungen? Was heißt es, für etwas verantwortlich zu sein? Und wie wirkt sich das auf den Verlauf eines Projekts aus?


Wer ist hier verantwortlich?

Sie erzählen der angeblich verantwortlichen Person, dass Sie für eine schwierige Situation eine Entscheidung brauchen. Die Antwort fällt meistens immer gleich aus: „Das entscheide nicht ich, das macht Frau X oder Herr Y, die sind allerdings heute nicht mehr zu erreichen.“ Wenn eine Entscheidung zu treffen ist, wird diese gerne weitergeschoben, geht es aber um die Position des Verantwortlichen, steht man gerne in der ersten Reihe.

Verantwortung ausfüllen

Ein Projektleiter ist vorrangig verantwortlich für den Ablaufs seines Projekts. Diese Verantwortung muss auch dementsprechend ausgefüllt werden – unter anderem mit dem Treffen von Entscheidungen. Diese fallen mitunter nicht immer positiv aus. Zum Beispiel, wenn etwas am Freitagabend dringend noch erledigt werden muss und Sie dem zuständigen Mitarbeiter sagen müssen, dass Überstunden anstehen. Auch wenn Sie sich mit dieser Person gut verstehen, ist diese Entscheidung unbedingt zu treffen, um die Zielvorgaben des Projekts einzuhalten.

Zu Entscheidungen stehen

Wer Entscheidungen trifft, muss konsequenterweise dazu stehen. Konkret heißt das zum Beispiel: Sie stellen fest, dass das, was ursprünglich für ein Projekt geplant wurde, so nicht eingehalten werden kann. Für den weiteren Verlauf müsste ein neuer Server hinzugekauft werden, der nicht geplant war und teuer ist. Der Budgetrahmen dieses Projekts würde gesprengt werden. Gerne wird so etwas an Dritte abgegeben, die alles aufbereiten und präsentieren sollen. Je mehr Personen involviert sind, desto schwieriger kommt man zu einer Entscheidung. Wenn es keine klare Führungskraft gibt, wird es nahezu unmöglich, den Entscheidungsträger auszumachen. Früher war es in Unternehmen üblich, dass am Ende eine Person stand, die entschied. Wenn Entscheidungen schon auf den unteren Ebenen getroffen werden, muss dazu nicht der Weg nach ganz oben gewählt werden. Weder sollte dabei die Demokratie im Mittelpunkt stehen, noch sollten Entscheidungen »Everybody‘s Darling« sein. Treffen Sie Entscheidungen auf Basis der Projektvorgaben – Zeit, Budget, Ressourcen – so kommt es zu einem erfolgreichen Abschluss.

Nicht jeder kann Verantwortung tragen

Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen ist nicht einfach – und auch nicht jedermanns Sache. Es gibt genügend Mitarbeiter, die sagen, sie möchten keine Verantwortung übernehmen. Das ist vollkommen legitim. Nicht jeder kann eine Führungskraft sein. Dennoch müssen diejenigen, die Entscheidungen treffen, zu diesen stehen, sodass am Ende das anvisierte Ziel erreicht wird.

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