Andre Daus

Fachwörter klar zu definieren, vermeidet Missverständnisse

18.09.2019 | 2 Minuten Lesezeit

Oft wird davon ausgegangen, dass Kommunikation einfach ist. Jeder weiß, wie man redet und zuhört. In einer Unterhaltung sollte somit alles eindeutig sein. Dennoch sieht es in der Realität anders aus. Das Problem liegt darin, das einzelne Begriffe von jedem anders definiert werden.


Fachwörter klar zu definieren, vermeidet Missverständnisse

Während eines Projektes wird über ein Thema gesprochen und am Ende sind sich alle einig wie jetzt verfahren werden soll – Sie kennen diese Situation mit Sicherheit auch. Leider erlebe ich immer wieder, dass die Einen es auf ihre Art umsetzen und die Anderen einen komplett anderen Weg verfolgen. Das Problem liegt in der Definition einzelner Begriffe.

Wie definieren Sie Implementierung?

Ein Wort, das die Beteiligten in Projekten immer verwenden, ist Implementierung. Dieses wird oft von Personen auf unterschiedliche Art und Weise ausgelegt und definiert. In Projekten frage ich deshalb grundsätzlich nach, was genau nach dem Projekt anders sein soll. Das steckt schon mal den groben Rahmen ab. Anschließend wird definiert, was denn genau unter Implementierung zu verstehen ist. So auch neulich als ich mit einem Projektteam zusammensaß und dieses mir mitteilte, dass sie jetzt implementieren. Auf genauere Nachfrage verstand ein Teil darunter, dass das Konzept noch finalisiert werden müsse, ein weiterer sagte, dass jetzt programmiert wird und der dritte Teil verstand darunter, dass es jetzt in die Produktion gehen werde. In einem Projekt wird zunächst ein Konzept erstellt, in dem festgelegt wird, was und wie zu tun ist, anschließend wird dieses von der IT programmiert und getestet und erst dann geht es in die Produktion. Alle sprachen also von einer unterschiedlichen Phase des Projekts – es ist also nicht immer einfach herauszufinden was gemeint ist.

Fachfremde Personen einbeziehen

Nur weil wir glauben zu wissen, welche Bedeutung ein bestimmtes Wort hat, heißt das noch nicht, dass unser Gesprächspartner dieses genauso definiert. Zum Beispiel im juristischen Bereich bei Gesetzen. Hier könnte sich die Frage stellen wo der zivilrechtliche Bereich anfängt und der aufsichtsrechtliche Bereich aufhört. Anwälte wissen mit Sicherheit genau, worum es geht. Für fachfremde Personen, die zwar wissen was Aufsichtsrecht ist, bedeutet es aber noch lange nicht, dass sie auch wissen wo die Grenzen sind. Hier gilt es eine klare Definition zu schaffen an welcher Stelle dieser Bereich endet.

Schaffen Sie eine klare Definition

In jedem Projekt gilt es also, vorab klar zu definieren, was genau gemeint ist. Insbesondere in den Übergängen von Projektphasen ist es wichtig zu wissen, was die empfangende Abteilung erwartet und was die sendende Abteilung abgeben muss. Sonst kann es dazu kommen, dass die ganze Arbeit nochmal gemacht werden muss. Werden Fachbegriffe gebraucht, haben Mitarbeiter oft unterschiedliche Vorstellungen davon, was darunter zu verstehen ist. Machen Sie eine Agenda was in den einzelnen Phasen erwartet wird und definieren Sie zusammen mit den Mitarbeitern genau wie das aussehen muss. Dieser Schritt erfolgt zusätzlich zu den schon bekannten Teilen im Projektmanagement und er kostet Zeit. Diese zusätzlich investierte Arbeit lohnt sich am Ende, wenn die Übergänge der einzelnen Phasen reibungsloser ablaufen. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, nur ein gemeinsames Verständnis, um das Projekt an der richtigen Stelle auch richtig übergeben zu können, ohne dass nachher völlig aneinander vorbeigeredet wird.

Wenn Sie das im Detail diskutieren möchten, dann schreiben Sie mir unter fragen@andredaus.com, rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie einen Termin.

Jetzt kostenfrei Termin vereinbaren

Ähnliche Beiträge

zurück