Andre Daus

Digitalisierung – Automatisierung – Standardisierung

24.09.2019 | 2 Minuten Lesezeit

Drei Begriffe, die ich in letzter Zeit vermehrt im Zusammenhang höre, sind: Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung. So auch neulich bei einem Gespräch mit einigen Unternehmern. Thema war die Digitalisierung und wie man sie denn einführt.


Digitalisierung – Automatisierung – Standardisierung

Ein Aspekt, der angesprochen wurde, war das beim Zusammenführen von Computersystemen viele Möglichkeiten bestehen, die allerdings nicht zusammenpassen. Die Frage nach der Notwendigkeit dies zu standardisieren wurde gestellt – daraus entwickelte sich eine interessante Diskussion.

Standards – behalten oder nach vorne blicken?

Es wurde darüber gesprochen, was denn standardisiert werden kann. Und dann gab es die Verfechter, die bereits eine bestehende IT haben und mit dieser gut umgehen können. Diese sagten: „Wir haben eine bestimmte Software und die ist Standard.“ Das mag auf dieses Unternehmen zutreffen, selbst wenn noch mit Tomcat oder Java Servern gearbeitet wird – dann ist diese 90er-Jahre-Technologie dort heute noch Standard. Wenn wir jedoch in den heutigen Markt blicken, sehen wir völlig andere Technologien. Alles was Standard ist, ist immer auch davon abhängig, wer es nutzt und wofür es genutzt wird. Einige IT-Experten schwören zum Beispiel immer noch auf relationale Datenbanken für die Softwareentwicklung. Solange wir uns im letzten Jahrtausend bewegen, ist das absolut richtig. Sobald man sich allerdings mit dem Thema der künstlichen Intelligenz auseinandersetzt, wird schnell klar, dass dies mit Technologien aus dem vorherigen Jahrtausend nicht zu realisieren ist. Wer in der heutigen Zeit überleben möchte und auch in die Zukunft blicken will, der muss sich mit den aktuellen und zukünftigen Technologien auseinandersetzen.

Von heute auf morgen

Aussagen wie „Was gestern war, war gestern und was heute ist, ist neu“ funktionieren in der sich schnell verändernden Arbeitswelt nicht mehr. Selbstverständlich kann niemand von heute auf morgen alles komplett umstellen – dies bedarf eines Change-Prozesses. Insbesondere Mitarbeiter, die später die neuen Technologien einsetzen, brauchen eine gewisse Zeit, um sich umzustellen. In diesem Lernprozess kann ein externer Berater oder Coach unterstützen und erklären, worauf es zu achten gilt. Gehen wir noch einmal zum Beispiel der relationalen Datenbank zurück. Es würde wenig Sinn machen von jetzt auf gleich eine neue Datenbank einzuführen, die alles mögliche kann, wenn niemand damit umgehen kann und diese unter Umständen gar nicht gebraucht wird. Der Kernpunkt ist, sich zu überlegen, was in Zukunft gebraucht wird. Nicht nur wir ändern uns, auch unser Umfeld ändert sich und wenn die Konkurrenz plötzlich davonzieht, weil sie völlig neue Technologien nutzt, müssen Unternehmen reagieren.

Automatisierung schafft Freiräume

Schon damals in den Fabriken spielte Automatisierung eine Rolle. Als das Fließband eingeführt wurde, konnte man nicht mehr alles manuell machen wie man wollte, sondern musste sich dem Fließband anpassen. Genauso ist der Änderungsprozess auch heute noch.
Wenn etwas automatisch ausgeführt wird, dann ist es üblicherweise nicht so, dass es von selbst geht, sondern es geht meistens mit Prozessen und Technologien, die die Digitalisierung mit sich bringt, einher. Durch den Einsatz von neuen Technologien können bestimmte Prozesse automatisiert werden. Nehmen Sie zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen. Früher wurden diese ausgedruckt, ausgefüllt und abgeheftet. Dann wurden sie eingescannt und der jetzt folgende, logische Schritt wäre, diese gar nicht mehr auszudrucken, sondern direkt am Bildschirm auszufüllen. Der Vorteil ist, dass bestimmte Abhängigkeiten, die ein Formular mit sich bringt, nicht mehr beschrieben werden müssten, sondern als Regel hinterlegt werden können. Mit der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen werden wertvolle Freiräume für die Mitarbeiter geschaffen. Diese können sich fokussiert auf die wirklich komplexen Aufgaben konzentrieren, die heute noch nicht automatisch ablaufen.

Es gibt keine Lösung X oder Y

Es darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass die Abhängigkeiten des Benutzers eine wichtige Rolle spielen. Jeder stellt unterschiedliche Anforderungen an die Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung. Vor diesem Hintergrund gibt es keine Lösung X oder Y, die immer funktioniert. Es gilt im Vorhinein zu verstehen, wie der eigentliche Prozess aussieht und vor allen Dingen, wie er in der Zukunft aussehen soll.

Wenn Sie darüber sprechen möchten, wie Sie Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung in Ihrem Unternehmen einführen können, würde ich mich freuen, wenn Sie mir unter fragen@andredaus.com schreiben. Sie können mich gerne auch anrufen oder einen Termin vereinbaren.

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